Republikaner: Sarrazin hat recht!

Rolf Schlierer: „In einer freiheitlichen Demokratie darf es weder politisch korrekte Tabus noch Zensur geben"

Die Republikaner haben die Kritik am Interview des Bundesbank-Vorstands und ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin als „durch und durch verlogen" zurückgewiesen. „Sarrazin hat ehrlich gesagt, was Sache ist", sagte der Bundesvorsitzende der Republikaner Rolf Schlierer. „Wer die Wahrheit sagt, ist noch lange kein Volksverhetzer." Es sei grotesk, wie sich Verdi-Gewerkschafter als Gesinnungskommissare aufspielten und den SPD-Politiker als „rechtsradikal" diffamierten. Im Namen einer verlogenen „politischen Korrektheit" werde versucht, eine Diskussion über unbequeme Tatsachen zu unterdrücken.

In einer freiheitlichen Demokratie müsse es möglich sein, ehrlich und ohne Tabus und Zensur seine Meinung zu sagen, erklärte Schlierer. Sarrazin habe niemanden pauschal diskriminiert, sondern lediglich reale Mißstände beim Namen genannt. „Ich bin überzeugt, daß viele, die derzeit über Sarrazin herfallen, im Grunde ähnlich denken, aber zu feige sind, das auch auszusprechen", sagte der Bundesvorsitzende der Republikaner. Dieses kollektive Duckmäusertum erinnere an die Zustände in totalitären Gesinnungsdiktaturen. „Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer dürfen keine neuen Mauern der politischen Korrektheit errichtet werden", sagte Schlierer. „Einmal sozialistischer Meinungsterror reicht!"

Sarrazin hatte Presseberichten zufolge kritisiert, daß ein Großteil der eingewanderten Türken und Araber „weder integrationswillig noch integrationsfähig" sei. Integration sei eine Bringschuld; „türkische Wärmestuben" könnten die Stadt nicht voranbringen. Weitere Zitate aus dem Sarrazin-Interview:

„Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln. Das gilt auch für einen Teil der deutschen Unterschicht." „Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin." „Ich würde einen völlig anderen Ton anschlagen und sagen: 'Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest sollte woanders hingehen'."

Die Republikaner, Bundesgeschäftsstelle
Pressemitteilung Nr. 50/09 v. 02.10.2009