175 Jahre Hambacher Fest

Heute, vor 175 Jahren zogen 30000 Deutsche zur Hambacher Schloßruine im heutigen Rheinland Pfalz. Es waren Studenten, Winzer, Handwerker und auch Abgeordnete aus anderen Ländern, die Freiheit, nationale Einheit und Bürgerrechte forderten.

Offiziell war das Hambacher Fest ein Volksfest, da das Königreich Bayern, welche die Pfalz verwaltete, politische Demonstrationen verbot. Es kamen Menschen aus allen Ständen zusammen und diskutierten über den Aufbau einer Demokratie in einem vereinten Deutschland!

Auch wenn ihre Forderungen nicht erfüllt worden, so haben sie ein Zeichen gesetzt! Das Hambacher Fest gilt als Geburtsstunde der Demokratie und weist uns Republikaner den Weg.

Wir möchten hier zudem nochmals auf die geistigen Wurzeln unserer Partei aufmerksam machen.

1815: Freiheit!

Patrioten aus ganz Deutschland ziehen in den Freiheitskampf gegen die Unterdrückung durch die Besatzungstruppen Napoleons. Die Farben der freiheitlichen Studenten, der Burschenschafter, werden die deutschen Freiheitsfarben: Schwarz-Rot-Gold!


1832: Recht!

Mit einem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer setzt die deutsche Freiheitsbewegung auf dem Hambacher Schloß ein Zeichen gegen Fürstenwillkür, Zensur und Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Sie fordern die freie deutsche Republik.

 



1848: Einigkeit!

In demokratischen Revolutionen begehren deutsche Patrioten gegen die Zersplitterung ihres Vaterlandes in Dutzende autoritäre Fürstentümer auf. In der Frankfurter Paulskirche tagt das erste deutsche Parlament, die Nationalversammlung, und arbeitet eine freiheitliche und demokratische Verfassung für ganz Deutschland aus. Hoffmann von Fallersleben dichtet die deutsche Nationalhymne: Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland.

 



1919: Republik

Philipp Scheidemann ruft die Republik aus. Doch der Versailler Frieden legt der ersten deutschen Republik mit Gebietsabtretungen, unerfüllbaren Reparationsforderungen und internationaler Diskriminierung eine schwere Hypothek auf, an der sie scheitert. Hitler führt Deutschland in die Katastrophe.


1949: Grundgesetz

Im Westen des geteilten Deutschland wagen verantwortungsbewußte Patrioten den demokratischen Neuanfang. Das Grundgesetz wird die Verfassung der zweiten deutschen Republik. Durch Besonnenheit und harte Arbeit erwirbt die Bundesrepublik Deutschland sich den Respekt der Welt.

1953: Volksaufstand

In Mitteldeutschland, der »DDR«, erheben sich mutige Deutsche gegen die kommunistische Diktatur. Sie fordern Einigkeit und Recht und Freiheit für das ganze Deutschland. Sowjetpanzer walzen den Volksaufstand blutig nieder.

1983: Republikaner

Die Altparteien haben sich immer weiter vom Geist des Grundgesetzes entfernt und das Ziel der Wiedervereinigung aufgegeben. Dagegen formieren sich die Republikaner: Sie fordern, daß die demokratische Republik und die Interessen der Nation, die sie trägt, wieder im Mittelpunkt der Politik stehen – so wie es das Grundgesetz verlangt.

1989: Wiedervereinigung

Was die politische Klasse im Westen schon längst aus den Augen verloren hat, schaffen unsere mitteldeutschen Landsleute: Durch eine friedliche Revolution stürzen sie die kommunistische Diktatur. Die Mauer fällt, die Wiedervereinigung wird Wirklichkeit.

… und heute?

Deutschland ist der demokratische Nationalstaat der Deutschen und soll es auch bleiben. Freiheit und Demokratie sind auch heute wieder akut bedroht: von einer Politik, die uns Bürger immer weiter kontrollieren und bevormunden will, von kommunistischen Betonköpfen, die sich als »demokratische Sozialisten« tarnen, von einer falsch verstandenen Europäischen Union, die sich permanent in nationale Belange der Mitgliedstaaten einmischt, von islamischen Fanatikern und eingewanderten Parallelgesellschaften, die unsere Werte nicht teilen wollen und die Integration in unseren Rechtsstaat verweigern.

Deshalb braucht Deutschland überzeugte Demokraten, mutige Patrioten und aufrechte Republikaner – heute genauso wie vor zweihundert Jahren.

Liebe Bürger, liebe Landsleute!

Wir Deutschen haben eine demokratische und freiheitliche Tradition, die sich sehen lassen kann. Wir haben allen Grund, nicht nur ängstlich auf die dunklen Momente zu schielen, sondern stolz zu sein auf die freiheitlichen Sternstunden unserer Geschichte. Wenn wir das Selbstbewußtsein haben, diese positiven Momente zu feiern, stiftet das die nationale Identität, die unser Land zusammenhält. Denn ohne Staatsvolk, ohne Nation gibt es keine Demokratie. Auch der Sozialstaat braucht die solidarische Schicksalsgemeinschaft der Nation, um zu funktionieren. Nur wenn wir selbst das eigene Land und Volk lieben, können wir auch andere integrieren, die unsere Werte teilen und zu unserer Schicksalsgemeinschaft gehören wollen, und allen anderen die Tür weisen, die dazu nicht bereit sind. Demokratie heißt: Wir sind das Volk, wir bestimmen, was bei uns geschieht.

Ihr Rolf Schlierer